Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Element im betrieblichen Arbeitsschutz. Sie ist die Grundlage für ein systematisches und erfolgreiches Sicherheits- und Gesundheitsmanagement. Nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV V1)  sind alle Arbeitgeber – unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen.

§ 5 ArbSchG regelt die Pflicht des Arbeitgebers zur Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen und konkretisiert mögliche Gefahrenursachen und Gegenstände der Gefährdungsbeurteilung.

§ 6 ArbSchG verpflichtet Arbeitgeber, das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Arbeitsschutzmaßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung zu dokumentieren.

Gefährdungsbeurteilung mit System

Ein systematisches Vorgehen in sieben Schritten zeigt Gefährdungen und Belastungen auf. Frühzeitiges Erkennen beugt Störungen im Betrieb und im Arbeitsablauf sowie Fehlzeiten durch Krankheit, Arbeitsunfälle und Berufsunfähigkeit vor.
Zusätzlich kann eine konsequente Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz zum Erfolg eines Unternehmens beitragen. Denn Mitarbeiter, die sich wohl fühlen, sind motivierter und leistungsfähiger. Sie erzielen gute Arbeitsergebnisse, liefern Qualität und engagieren sich für ihre Kunden, Patienten und Klienten.

Außerdem trägt eine sachgemäß durchgeführte Gefährdungsbeurteilung zu Ihrer Rechtssicherheit bei. Sie ist das Werkzeug, mit dem Sie Ihren verantwortlichen Umgang mit dem Thema Arbeitssicherheit verlässlich dokumentieren. Im Schadensfall hilft sie Ihnen, Ihr persönliches Haftungsrisiko zu begrenzen.

Geringer Aufwand
Der Aufwand ist im Verhältnis zum Nutzen gering: In nur sieben Schritten können Sie die in Ihrem Unternehmen auftretenden Gefährdungen systematisch ermitteln, beurteilen und die erforderlichen Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umsetzen.

Der Arbeitgeber kann die Gefährdungsbeurteilung selbst durchführen oder andere fachkundige Personen, z. B. Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte, damit beauftragen, wobei die Verantwortung für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung der Ergebnisse beim Arbeitgeber verbleibt.

Änderungen der Arbeitsstättenverordnung!

 
Anfang November 2016 hat das Bundeskabinett die novellierte Arbeitsstättenverordnung beschlossen. Mehr Schutz und Sicherheit von Beschäftigten am Arbeitsplatz ist das Ziel.
 
Mit Novellierung der Arbeitsstättenverordnung vom 2. November 2016 hat das Bundeskabinett eine Modernisierung der Vorschriften und Regelungen beschlossen. Diese wird am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Bislang gesonderte Vorordnungen führt der Gesetzgeber zukünftig zusammen.
 
Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
 
In der Gefährdungsbeurteilung sind künftig auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Grundsätzlich schreibt dies das Arbeitsschutzgesetz vor. Bezogen auf Arbeitsstätten gibt es nun eine Konkretisierung. Betroffen davon sind unter anderem Belastungen und Beeinträchtigungen von Mitarbeitern, die durch störende Geräusche oder Lärm, ungeeignete Beleuchtung oder durch ergonomische Mängel am Arbeitsplatz hervorgerufen werden.
Wir unterstützen Sie gerne  bei der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. Auch bieten wir zu dem Thema einen Workshop an, um Ihnen/Ihren Mitarbeiteren die notwendigen Grundkenntnisse zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilungen zu vermitteln. Details dazu finden Sie hier Workshop „Die Gefährdungsbeurteilung“.
Gerne beraten und betreuen wir Ihren Betrieb, fordern Sie ein unverbindliches Angebot an unter Telefon 04441 88 99 82-0 oder per E-Mail. Nutzen Sie dazu gerne unser Kontaktformular.